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AXIS Linz - Coworking Loft: Einblicke und Erfahrungen aus dem ersten Coworking Space Oberösterreichs (2013-2020)

Aktualisiert: vor 7 Tagen

AXIS Linz: Die Geschichte eines außergewöhnlichen Coworking-Experiments:

Von der Vision zum pulsierenden Zentrum und Herz der Innovationsökologie Tabakfabrik – und wie sich die Community vom Raum emanzipiert


In diesem Blogartikel bekommst du einen Crash-Kurs und tiefe Einblicke über meine Erfahrungen und Learnings im AXIS Linz - Coworking Loft, dem ersten Coworking Space Oberösterreichs. Mit vielen Bildern, Videos, Präsentationen, Podcasts und allen AXIS Blog-Links.



Die Geburt einer Idee

Ende 2013 entstand in der Tabakfabrik Linz etwas Besonderes: AXIS Linz-Coworking Loft, ein Coworking Space, der von Anfang an anders sein wollte. Initiiert und finanziert von der Netural GmbH, mit Leben gefüllt von der wunderbaren Iris Mayr, begann die Geschichte mit einer klaren Vision – einen "Raum der Möglichkeiten" zu schaffen: einen Ort, der Pioniere und Vorwärtsdenker anzieht.




Die Grundlagen wurden von einem außergewöhnlichen Team gelegt: die Pionierin Iris Mayr (jetzt Betreiberin des beeindruckenden und vielfältigen ehemaligen Freihauses Hauptplatz 23) und der Design-affine Möbelhändler Heinz Hochstetter als Interieur Bereitsteller sorgten für die perfekte Atmosphäre, während Albert Ortig als Enabler und großer Visionär die strukturellen Grundlagen schuf. Was sie damals nicht wussten: Sie legten den Grundstein für ein herausragendes Coworking-Experiment mit Strahlkraft, das die gesamte Innovationsökologie der Tabakfabrik, wie die Coworking Szene in OÖ nachhaltig prägen sollte.




+++ Axis Linz – ein Raum der Möglichkeiten +++ der Blogartikel vom Mai 2017 ist seit dem Relaunch der Tabakfabrik Linz Webseite im April 2026 nicht mehr online aufrufbar. Zum Archiv: ⬇️⬇️⬇️


Organic Growth: Lucia Schramm-Kaineder übernimmt das Ruder


Als ich Ende 2016 ins AXIS kam, bestand bereits eine feine Nutzer-Community. Wirtschaftlich gesehen stand der Space vor großen Herausforderungen.  Iris hatte davor bereits entschieden eine neue Aufgabe und Herausforderung anzugehen. Als ich andockte, bestand sozusagen ein gewisser Leerraum. Das klassische "Geschäftsmodell Coworking" trug zwar große Teile der Infrastruktur-Kosten, jedoch bei weitem nicht die Personalkosten. Ursprünglich bin ich ins AXIS gekommen, um meine eigene Selbständigkeit zu starten, doch es kam anders: Ich wurde ich gefragt, ob ich nicht die Leitung des Spaces übernehmen möchte. Zuerst dachte ich mir: “Yeeeeesss! Wie cool ist das denn?, und gleichzeitig: oh nein, dann bin ich ja der Hausmeister und muss ständig vor Ort und ansprechbar sein!" Nachdem einer meiner wichtigsten Werte ‚Freiheit ‚ist, überlegte ich mir, wie ich das AXIS aufsetzen würde, wenn es mein Betrieb wäre, was wirtschaftlich wirklich Sinn macht und wie ich mir dabei genug Freiraum bewahren kann. Dafür erarbeitete ich ein etwas anderes, offeneres, mehr community-orientiertes, weniger kuratiertes Konzept.


Gestartet mit etwa 70 zahlenden Members und einem schwer defizitären Betrieb nutzte ich Anfang 2017 als Gelegenheit für eine strategische Neuausrichtung.

  • Keine Kuratierung mehr, sondern komplette Offenheit: eine inklusive Community, kein exklusiver / elitärer Club: "Es kommen die Richtigen".

  • Offene, transparente Kommunikation: alles verschriftlichen! Alle Inhalte, alle Prozesse, alle Informationen, alle Preise veröffentlichen, auffindbar machen über die Webseite. Und - alle Angebote buchbar machen als "Self Service".

  • Kein Service-Betrieb mehr, sondern echtes Coworking für alle. Auch Firmenkunden sind Coworker. Auch sie können/dürfen sich ihre Getränke selber holen, Caterings selber organisieren und schmutzige Gläser in die Küche bzw. Geschirrspüler wegräumen. Wir als AXIS Team halfen gerne mit Tipps, aber boten definitiv kein Rundum-Service.

  • Keine Angebotslegung, keine stundenweise Buchungen für Externe. Nur Halbtages / Tagespauschalen für Raum & Kaffee, alles direkt online buchbar.

  • Wir als Community Manager sind das "I-Tüpfelchen" - keine "Säule". Sprich den täglichen Betrieb so aufsetzen, dass alles prinzipiell alleine - ohne uns - funktionieren würde. So können wir als Community Management uns auf echten Mehrwert, das Community Building, auf das "Sahnehäubchen" konzentrieren.

  • Fokus auf Community, Networking und Sparring-Formate: Proaktive Vernetzung aller Coworker, wie Gäste. Austausch zwischen Gleichgesinnten institutionalisieren.

  • Alles „eventisieren“: Alle Angebote kommunizieren und als öffentlichen Event anlegen.

  • Coworking als Haltung: HR Executive Format initiiert als Corporate Coworking (Das Erfolgsformat läuft immer noch! Bereits das 7. Jahr!!!)

  • Radikale Kooperation: Türen weit öffnen, einladen, einladen, einladen; Integration / Reinholen von Bestehendem; gemeinsame Formate entwickeln, Raum geben, Nachbarn proaktiv besuchen („AXIS goes to... Touren“)

  • Regelmäßige und vielfältige Kommunikation: wöchentlicher Member-Newsletter, Member-Stories als Blog/Social-Media-Beiträge, alles fotografieren / filmen, Start aktive und regelmäßige PR wie Social Media, sowie Initiierung und Kommunikation vielfältiger Formate und Events (durchschnittlich über 6 Angebote pro Woche).


Wo Arbeit zum Vergnügen wird

(c) KarriereMagazin (02/2018). OÖNachrichten



Eintauchen in die Community: Storytelling und viiiiieeeeeel Außen-Kommunikation als Erfolgsfaktor


Jedes Angebot wurde "eventisiert" und als offene Veranstaltung kommuniziert. Eine Vielzahl an spannenden Formaten und Community Aktivitäten entwickelt. In den verlinkten Fotos, Videos und Präsentationen kannst du dir von der einzigartigen Atmosphäre bzw. Angeboten selbst ein Bild machen


Die www.axis-linz.at Webseite sowie Facebook-Seite sind bereits offline. Du kannst dir aber einen wunderbaren Eindruck machen über alle AXIS Blogbeiträge bei Nexudus, unserem damaligen Coworking Software-Anbieter, sowie über die AXIS-Instagram-Seite oder das AXIS Flickr Fotoalbum. Durch diese Archive bekommst du auch heute noch einen authentischen Einblick in die lebendige Community und einzigartige Atmosphäre im AXIS Linz.



Empfehlung >>> kurze Bilder-Story durch die Entwicklung vom AXIS Linz - Coworking Loft


Klicke rein und tauche ein in das erfolgreiche Experiment und Innovationsökologie AXIS Linz

⬇️⬇️⬇️


Die Geschichte und das Angebot von AXIS Linz in 27 Bildern
Die Geschichte und das Angebot von AXIS Linz in 27 Bildern


Verpasste Chance: Revolutionierung des Geschäftsmodells


Schon vom ersten Tag an fand ich als Community-Builderin das Geschäftsmodell Coworking = "Tische vermieten" äußerst eigenartig. Warum soll ich die Mitglieder „bestrafen“, wenn sie da sind? Als Flex Member (der Großteil der Mitglieder) muss ich ja umso mehr bezahlen, je mehr Tage das Coworking Angebot nutzen möchte. Als Betreiber bzw. Community Builder möchte ich aber engagierte Members, Nutzerinnen im Space da haben. Ich möchte einen lebendigen Coworking Space, wo sich etwas tut. Solange ich nicht ausgebucht bin - sprich kein akutes Platz-Problem habe, warum sollte ich also Anwesenheit abstrafen? Im Gegenteil: das Ziel ist es doch >>> ich will treue Mitglieder als raving Fans vor Ort da haben!


Besser: Fitness-Studio Abo-Modell oder Club Modell statt Seat Charge


Für Community Mitglieder (Flex Desk Nutzer*innen) wäre eine Art Fitness-Studio Logik oder Club Modell sinnvoller: Ein Commitment-basiertes & Kapazitäten-orientiertes Pricing. Also: eine von der Wochen-Anwesenheitszeit komplett unabhängige Verrechnung, sondern nach Vertragsdauer: eine längere Bindung günstiger, Ultra-Flexibilität teurer, Off-Peak, wie zB. Wochenende oder Sommer-Tarife günstiger und Service-Leistungen extra benennen und extra bepreisen.


Unser gleich zu Beginn (2017) entwickelter AXIS Flyer


Aber nachdem durch das zwischenzeitliche Vakuum und den Geschäftsführer-Wechsel Anfang 2017 bereits viel Unsicherheit bei den Mitgliedern entstanden war, wollte ich durch eine radikale Geschäftsmodell-Änderung keine weitere, unnötige "Unruhe" erzeugen. Es war aber im Nachhinein gesehen eine verpasste Gelegenheit. Der Wechsel in der Coworking Space Leitung hätte - im Nachhinein betrachtet - idealerweise gleich genutzt werden können auch für einen Wechsel im Geschäftsmodell. Später hatte ich bereits viel Verständnis für die einzelnen Spezial-Angebote entwickelt und einen perfekten Zeitpunkt für einen radikalen Shift gibt es sowieso nicht.


Wie eigenartig bzw. in Wahrheit falsch das herkömmliche und immer noch übliche Geschäftsmodell Coworking ist, wurde mir so richtig bewusst, als die ersten Members weggezogen / ausgeschieden sind: Nur weil jemand jetzt keinen "Tisch mehr im AXIS mietet/nutzt", ist er ja nachwievor ein Community Member und Teil des AXIS Netzwerks. Der „Knoten“ ist dauerhaft geknüpft. Ich denke im Anlassfall ja trotzdem an das Ex-Member! Er/Sie ist auch nach dem offiziellen Ausscheiden nach wie vor Teil des Netzwerks / Innovations-Ökosystems AXIS. Jedes Member, sogar jeder Gast hinterlässt ein gewisses Erbe / Spuren / Knotenpunkte in der Community.


FAS Research identifiziert AXIS Linz als das Herz und Motor der Innovationsökologie Tabakfabrik (2018)



Eine weitere Herausforderung war die Nicht-Monetarisierung unserer vielen Tabakfabrik-weiten Aktivierungs-, Netzwerk- und Marketing-Aktivitäten. Als "normaler", voll zahlender Mieter von 500 m2 Fläche für niederschwelligen Community Zugang im Bau 2 (Dames-Gebäude) der Tabakfabrik hatten wir uns sehr stark engagiert für die Tabakfabrik-übergreifenden Vernetzung und im Community Building (gesamt: 80.000 m2). Von der Möglichkeit für alle Interessierten ganz einfach kostenlos und unverbindlich im AXIS anzudocken, über kostenlose 14-tägige Netzwerk-Events, kostenlose Führungen, kostenlose Vernetzungsaktivitäten innerhalb der Tabakfabrik (den sogenannten "AXIS goes to... " Events) über Raumkooperationen, kostenloses Initiieren und Abhalten von Tabakfabrik-übergreifenden Community Grillereien, Mieter*innen-Stammtischen, offenen, kostenlosen Weihnachtsfeiern haben wir eine Vielzahl von Events gehostet, organisiert bzw. orchestriert: für das große Ganze, ohne direkten (finanziellen) Benefit, dafür mit viel Aufwand und Kosten verbunden. Wir öffneten Türen für viele Besucher, Führungen, Innovations-Journeys, ermöglichten den Tabakfabrik-Geschäftsführern kostenlos 24/7 Zutritt zu unseren Räumlichkeiten - und ermöglichten der Tabakfabrik als Vermieter 24/7 kostenlos das AXIS als Erfolgsbeispiel und Showcase herzuzeigen.


Die AXIS Community war großartig und auch sehr wertgeschätzt. Jedoch: manchmal fühlten sich unsere Members als wenn wir ein Zoo wären, nur bekamen wir als Betreiber weder Eintrittsgeld für unsere Leistungen, noch Futter für unsere "Tiere" :)


In meinen Beratungen von Coworking Initiativen rate ich ab von zu vielen kostenlosen Angeboten bzw. empfehle allen neuen, spannenden Orten: Lasst euch alle Besuche/Führungen - eure Zeit bezahlen! Natürlich ist man als Betreiber stolz auf sein neues „Business-Baby“ und freut sich über Besuch wie Sichtbarkeit. Es darf aber unbedingt einen Energie-Ausgleich dafür geben. Bedenkt: Ihr gebt unglaubliches Know-How und wertvolles Erfahrungswissen raus. Das ist Gold wert!





Die erfolgreiche Transformation vom Coworkingspace AXIS Linz in Zahlen


Trotz aller Herausforderungen: Die Erfolgsgeschichte vom AXIS Linz unter der neuen Ausrichtung lässt sich in beeindruckenden Kennzahlen erzählen:

  • Erstes positives Monat: bereits nach 8 Monaten erreicht

  • Break-Even: im 2. Jahr erreicht (ohne interne Leistungsverrechnung) bzw. 3. Jahr erreicht (bei Vollkostenrechnung)

  • Member-Wachstum: von ca. 70 auf 180 zahlende Members – Kapazitätsgrenze 2019 erreicht!

  • Auszeichnungen: Office of the Year Award 2018

  • Anerkennung: Etablierung als Herz der Innovationsökologie Tabakfabrik 2018/19

  • Cashcow: das innovative HR Executive Coworking als Erfolgsformat etabliert (Ende 2017) das auch heute (2026) nachwievor besteht!



Das AXIS-Erfolgsrezept: Mehr als nur Arbeitsplätze


Was machte das AXIS so besonders? Die Antwort lag einerseits in den herausragenden Räumlichkeiten im Bau 2 - in den hochqualitativen 500 m2 Coworking- und Meetingraum-Flächen, wie auch in dem durchdachten Community-Konzept, dass ich mit Kathrin Weiss im Team entwickelte und täglich gelebt haben.



Die drei AXIS-Säulen


1. Strategisch am Business arbeiten

  • AXIS Mastermind für Peer-to-Peer Mentoring

  • AXIS Hackathons und #WOL (Working Out Loud)

  • AXIS Sparring-Events für Austausch auf Augenhöhe

2. Sofort Teil eines TOP-Netzwerks werden

  • Connect with AXIS-Formate

  • AXIS Networking Events und Coworking Days

  • Digitale Plattformen und Visitenkarten

3. Bühne zur Expertenpositionierung

  • AXIS/GIG Workshops

  • Food For Thought Impulse

  • Member Profile & Stories


Die drei AXIS Säulen als Erfolgsformat
Die Erfolgsbestandteile vom Community Modell AXIS Linz


Die Cash-Cow: HR Coworking Days


Bereits bei Accenture hatte ich interdisziplinären Wissenstransfer zwischen Projekten, Kontinenten - bzw. Branchen-übergreifend organisiert, sowie virtuelle Communities of Practice gegründet und moderiert. Ich wusste: neue Wege gehen - das braucht Mut, Austausch und geht nur im Experimentieren und mit Stolpern. Jedoch: ist man am Weg gestützt durch Gleichgesinnte, andere Pioniere, so lässt es sich bestens und auch freudvoll meistern. Apropos meistern, das Meisterstück war die Entwicklung und Initiierung der HR Coworking Days – einem Executive-Sparring Format, das auch heute, acht Jahre später, noch erfolgreich läuft. Dieses hochpreisige Co-Coaching und Executive Coworking Format wurden zum finanziellen Rückgrat des AXIS und zeigte erfolgreich, wie eine neue Zielgruppenansprache funktioniert. Bis heute moderiert es meine damalige Co-Kreateurin, die wunderbare Irene Bouchal.



Community First: Mehr als 1200 Menschen vernetzt


AXIS wurde zur Nummer 1 der Innovationsökologie Tabakfabrik – nicht nur durch Zahlen, sondern durch gelebte Gemeinschaft:

  • 13 entwickelte Business-Formate von Lunch-Sessions bis Personal Hackathons

  • Zahlreiche Social Events: Family & Friends, Sommerfeste, Wandertage, Törggelen-Reisen

  • Aktive Kooperationen mit Kleboth, B7 Leben und Arbeit, Prager Fotoschule, Startrampe der Sparkasse OÖ, PROGES und vielen anderen

  • Kontinuierliche Vernetzung durch Initiierung und Organisation von Tabakfabrik Community-Events und Stammtischen




Das Ende einer Ära – und der Beginn von etwas Neuem


2019 erreichte AXIS nicht nur seine Kapazitätsgrenze, sondern auch seinen Wendepunkt. Die Initiatorin Netural benötigte dringend Räumlichkeiten für ihr stark wachsendes Spin-Off Roomle. Ende Januar 2020 erfolgte der Auszug aus der Fläche im Bau 2/Dames Gebäude, im Februar siedelten wir interimistisch mit der AXIS Community und Mobiliar wie Couch, Postadressen-Turm als Gast in die Factory300. Unsere Einnahmen (Memberships) gaben wir 1:1 an die Factory300 weiter. Dann kam nur knapp ein Monat später COVID-19 und beendete abrupt den Zutritt zum Space für den Großteil unserer Community. AXIS war nun ein Coworking Space, ohne Coworking Space - und ohne Flächenzugang für den Großteil der Members - und ohne Einnahmen. Das ohnedies schwache Geschäftsmodell Coworking implodierte komplett. Ein Vielzahl an Kooperationen und Optionen wurden ausgelotet, wie die AXIS Community weiter geführt werden könnte. Eine Anmietung eigener, größerer Räume war wirtschaftlich zu dieser Zeit nicht sinnvoll bzw. darstellbar.



Bereits seit Mai 2019 klopfte das Team rund um das Graumann-Lofts Projekt bei mir regelmäßig an um meine Mitarbeit bei der Entwicklung des Graumann-Viertels mitzugestalten. Aus der ursprünglichen Zwischenlösung wurde eine Dauerlösung: der Transfer der Fix und Flex-Desk Nutzer in die Factory300 - und dort der Start einer neuen, durchmischteren Community. Mit meiner Kündigung bei Netural bzw. der Gründung der WE GROW Community und dem Start meiner Selbständigkeit im August 2020 endete das Projekt AXIS offiziell.




Interview von Bernhard Lehner (Factory300) mit Lucia Schramm-Kaineder, AXIS Linz - Coworking Loft


Drei Tage nach der Übersiedelung Anfang Februar 2020 in die Factory - ein Monat vor dem Ausbruch der Corona Pandemie. Mitte März stellten wir unsere Angebote auf online um, Ende März verabschiedete sich das AXIS in die Nachdenkpause.



Der Transfer: Wenn Räume wechseln, und Communities fusionieren


Die AXIS-Community bekam in der Factory300 eine neue Heimat, wo wir durch unsere wunderbaren Members die Werte und den Spirit des Community-orientierten AXIS Coworking-Konzepts eingebracht haben. Die ursprünglich eher sehr Start-Up lastige Factory300 wurde durch unsere Community-orientierte Einzelunternehmer- und Corporate Member lastige AXIS Community aufgewertet sowie ideal ergänzt. Wir schenkten mit dem Transfer der Factory300 unsere fixen Members, halfen bei der Umgestaltung der flex-Zone Richtung zu mehr Gemütlichkeit bzw. "Private Zonen" und brachten in deren Geschäftsmodell neue Geschäftsfelder ein, wie zB. das erste shared "fixed desk" Pixel oder die äußerst lukrativen Geschäftsadressen (inkl. unserer Ausstattung). Auch ein großer Teil unserer flex members blieb nach der Auflösung vom AXIS in der Factory. Der Transfer war mehr als nur ein Umzug – er bewies, dass echte Gemeinschaften stärker sind als physische Räume.



Learnings einer außergewöhnlichen Coworking-Geschichte


AXIS Linz war mehr als ein Coworking Space – es war ein Experimentierfeld für New Work, Community Building und kooperatives Wirtschaften.


Die wichtigsten💡Erkenntnisse:

  1. Community über Space: Die richtigen Menschen sind wichtiger als die perfekten Räume

  2. Formate schaffen Bindung: Regelmäßige, wertvolle Angebote halten eine Community zusammen

  3. Win-Win-Win denken: Erfolgreiche Coworking-Konzepte schaffen Mehrwert für alle Beteiligten

  4. Qualität vor Quantität: Engagierte Members sind unbezahlbar!

  5. Netzwerke überdauern Räume: Eine starke Community überlebt auch das Ende ihres ursprünglichen Zuhauses





Epilog: Das Erbe von AXIS

Heute noch, Jahre nach der Schließung, wirkt das AXIS-Erbe weiter. Die HR Coworking Days laufen weiterhin erfolgreich, das Kooperationsformat Gut im Geschäft läuft ebenfalls noch in dem von mir konzipierten Setting weiter, nun am Hauptplatz 23 statt im AXIS. Viele der im AXIS entstandenen Kooperationen und dort geknüpften Kontakte bestehen fort. Menschen, die sich dort kennengelernt haben, arbeiten noch immer zusammen. Viele der ehemaligen AXIS Nutzer*innen / Besucher*innen haben ihre eigenen Coworking Initiativen gegründet:


  • Der Ottensheimer Stefan Parnreiter als langjähriges AXIS Member die PostWerkStatt in Ottensheim, später erweitert um das PostStudio, die PostHerberge und aktuell um das PostLabor (einen Makerspace)

  • Die Gmundnerin Patricia Plasser, aka Doppelpaula, hat als Community und Kommunikationsverantwortliche das cowerk der Raiffeisen Gmunden mit aufgebaut und betreut.

  • Dominik Hager aus Ried hat das Netzwerk & Eventformat LinkedIn Local Linz gegründet

  • Der in Kremsmünster gebürtige Thomas Schorn hat beim Aufbau des Coworking Space CoWo Eins in Kremsmünster mitgewirkt und betreibt nachwievor ein Gemeinschaftsbüro in Linz.


Einmal Coworking, immer Coworking!

AXIS bewies, dass Coworking mehr ist als nur geteilte Büroräume – es ist ein Katalysator für Innovation, Gemeinschaft und wirtschaftlichen Erfolg. Es ist eine Haltung, eine eigene Art von kooperativen und kollaborativen Wirken. Und vielleicht ist das die wichtigste Lektion: Manchmal sind die besten Projekte jene, die so stark werden, dass sie ihre ursprünglichen Grenzen überwinden.

Echte Verbindungen überdauern Strukturen: Sprich - das Netzwerk bleibt – und mit ihm die Magie ✨ vom AXIS Linz.


Du willst noch mehr Einblicke in das AXIS?

Get inspired Podcast by Ursula Helml

Hier findest du noch ein paar ausgewählte Berichte, Videos und Beiträge aus und von der AXIS Community.


Get-inspired Podcast von Ursula Helml - über das AXIS



Einblicke >>> AXIS Coworking Loft belegt den 3. Patz beim Office of the Year 2018




Video >>> AXIS als Arbeitsplatz & Sparring-Umfeld für Erasmus für Jungunternehmer

Learnings von Milica Jojevic (LinkedIn)



Fotobeitrag über die Weihnachtsfeier 2018 vom Kreativgarten im AXIS Linz - Coworking Loft


AXIS auf INSTAGRAM


NACHLESE >>> Alle AXIS Blogartikel


 




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Lucia Schramm-Kaineder

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